Archäologiepfad bei Belrieth

Da ich beim Wandern gerne ein Ziel habe und mich für die Ur- und Frühgeschichtliche Besiedlung meiner Heimat interessiere, habe ich mich entschlossen den Archäologiepfad  bei Belrieth zu begehen. Dieser wurde 2006 eröffnet. Belrieth ist eine kleine Gemeinde zwischen Meiningen und Hildburghausen direkt an der Werra gelegen.

Hinweise auf den Wanderweg sind mir leider beim Einfahren in den Ort nicht aufgefallen. Von Meiningen kommend muss man links über die kleine Steinbrücke fahren und danach sich rechts halten. Man fährt dann einfach bis zu den letzten Häusern bzw vor den Bahnübergang und sucht sich da eine Abstellmöglichkeit für den PKW.

Der Weg wird durch einen Holzpfahl mit einer roten Spitze markiert. Am beginn des Weges ist der Pfahl mit 3 Farben markiert, da es von hier aus zu 3 Wanderwegen losgeht. Die ersten 50 Minuten ging es auf einem befestigten Weg immer leicht Bergauf. Zum ende hin wurde es dann etwas steiler ,lies sich aber trotzdem gut laufen. Der großteil dieser Strecke führte unter Bäumen entlang, so das auch die Sonne nicht all zu sehr störrte.

Von nun ab wechselte das Streckenprofil von ebenen Teilen zu gefäll  und wieder kleineren Stiegen. Nach 10 Minuten erreicht man den Hofteich. Der Hofteich wurde das erstemal 1169 urkundlich erwähnt und gehörte zum bischöflichen Besitz Würtzburg. Seine wechselvolle Geschichte endete zu DDR Zeiten als die noch vorhandenen Gebäude aufgegeben wurden. Die Hofteichscheune wurde in den 1980 iger Jahren abgebaut und in Kloster Veßra wieder aufgebaut wo sie heute noch zu besichtigen ist. Den Standort des Hofteiches und seine Geschichte wird durch eine Schautafel vor Ort gekennzeichnet.Dem Weg weiter folgend erreicht man nach ca weiteren 15 Minuten den ehemaligen Grenzweg zwischen Belrieth, Dillstädt und Rohr. Der Grenzweg verläuft entlang des Bergrückens und ist durch 3 Grenzsteine markiert. Leider sind die auf der Info Tafel erwähnten Grenzsteine nur noch zu erahnen bzw in keinem guten Zustand. Aber man findet entlang diesem Grenzweg auch noch jede Menge gut erhaltener Grenzsteine.

 

 

 

 

 

 

 

Dem Grenzweg weitergehend erreicht man 15 Minuten später die erste Hügelgräberanlage. Sie wurde der Bronzezeit zugeordnet ca 1600 bis 1200 v.u.Z. Doch meine Entäuschung war schon groß, zu sehen war nix. Es gab zwar ein paar kleinere Hügel überwachsen von Bäumen und Buschwerk aber als Gräberfeld war das für mich nicht zu erkennen. Nun so lief ich weiter und mein nächstes Ziel erreichte ich nach weiteren 35 Minuten, das Hügelgräberfeld an der Brandleite. Leider mit dem selben Ergebnis, ich habe nix gesehn. Das Steinkreuz von 1610 welches sich dort befindet, habe ich leider auch nicht entdeckt. Also ging es weiter und nach 25 Minuten erreichte ich das Halsberger Loch, ein geologisches Denkmal. 45 Minuten später bin ich wieder am Ausgangspunkt meiner Wanderung angekommen.

Positiv aus meiner Sicht ist:

– landschaftlich sehr schön angelegter Wanderweg
– verschiedene Rastmöglichkeiten durch aufgestellte Bänke und Tische
– groß teils gut Ausgebauter Wanderweg und gute Markierung

Negativ zu nennen wäre:

– die Hügelgräberfelder, sind als solche nicht zu erkennen
– es soll noch eine befestigte Siedlungsanlage existieren, diese ist aber nicht ausgeschildert oder die Beschilderung ist entfernt worden
– gerade der geschichtliche Aspekt dieses Wanderweges sollte besser zur Geltung kommen aber in Zeiten knapper Kassen ist für die Geschichte einfach nichts da, leider

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